Hintergrund
Als kleines, wirtschaftlich wenig entwickeltes Land war Honduras an der Fortführung des zentralamerikanischen Staatenbundes interessiert und verfolgte auch bis zum Ende des 19.Jahrhunderts eine entsprechende Politik. Während der konservativen Herrschaftsperiode wurden liberale Reformen weitgehend wieder zurückgenommen, und die katholische Kirche gelangte wieder zu alter Macht. 1861 unterzeichnete die honduranische Regierung schließlich ein Konkordat mit dem […]

Justo Rufino Barrios – By Brigham, W. T. (Schribner’s Magazine, Vol. 1, No. 6) [gemeinfrei], via Wikimedia Commons
Während der konservativen Herrschaftsperiode wurden liberale Reformen weitgehend wieder zurückgenommen, und die katholische Kirche gelangte wieder zu alter Macht. 1861 unterzeichnete die honduranische Regierung schließlich ein Konkordat mit dem Heiligen Stuhl.
Nachdem 1871 mit Justo Rufino Barrios in Guatemala ein Liberaler an die Macht gekommen war, der liberale Politik mit diktatorischen und letztlich militärischen Mitteln durchzusetzen versuchte, gab dies zwar den Liberalen in Honduras neuen Auftrieb, als Barrios aber versuchte, mit einer Invasion in El Salvador die Einheit Zentralamerikas mit Gewalt wiederherzustellen, erwiesen sich die honduranischen Liberalen, wie die der Nachbarländer auch, in erster Linie als Nationalisten und schlugen den Versuch zurück.

William Walker, [gemeinfrei], via Wikimedia Commons