Die beinahe ein Jahrhundert dauernde Phase der mexikanischen Geschichte, die zwischen der Unabhängigkeit (1821) und der mexikanischen Revolution von 1910 lag, lässt sich in drei Phasen unterteilen, die – ordnete man sie den prägenden Figuren der jeweiligen Ära zu – mit den Namen General Santa Ana, Präsident Benito Juárez und dem Diktator Porfirio Díaz verknüpft […]
Die beinahe ein Jahrhundert dauernde Phase der mexikanischen Geschichte, die zwischen der Unabhängigkeit (1821) und der mexikanischen Revolution von 1910 lag, lässt sich in drei Phasen unterteilen, die – ordnete man sie den prägenden Figuren der jeweiligen Ära zu – mit den Namen General Santa Ana, Präsident Benito Juárez und dem Diktator Porfirio Díaz verknüpft sind.
![Agustín de Iturbide, By Anonymous, according to the source. [Public domain], <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AAgustin_de_Iturbide.jpg">via Wikimedia Commons</a>](http://neue-welt-reisen.de/wp-content/uploads/2016/05/Agustin_de_Iturbide-1-205x300.jpg)
Agustín de Iturbide, by Anonymous, according to the source. [Public domain], via Wikimedia Commons
Iturbide hatte als Führer der royalistischen Truppen Valladolid gegen die Aufständischen unter Morelos verteidigt und diesen einen entscheidenden Schlag versetzt. Nun vereinigte er seine reaktionären Truppen mit den radikalen Einheiten Guerreros.
Am 24. Februar 1821 wurde der Plan von Iguala veröffentlicht, der drei Garantien enthielt, unter denen sich die liberalen und konservativen Truppen („ejército trigarante“) vereinten:
1. Mexiko sollte zur unabhängigen Monarchie werden, an deren Spitze ein europäischer Prinz, oder für den Fall, dass kein Europäer gefunden werden würde, ein Mexikaner stehen sollte;
2. die katholische Kirche sollte ihre Privilegien und Macht behalten;
3. die Kreolen sollten den spanischstämmigen „gachupines“ sozial gleichgestellt werden. Dieser Plan fand bei allen einflussreichen gesellschaftlichen Gruppen Mexikos Zustimmung, ignorierte aber die Interessen der unteren sozialen Schichten vollständig. In diesem Punkt unterschied sich denn auch die mexikanische Unabhängigkeitsbewegung von der südamerikanischen unter Simon Bolívar.
Der letzte spanische Vizekönig, Juan O’Donojú, gab dem Druck nach und unterzeichnete den Vertrag von Córdoba (im mexikanischen Bundesstaat Veracruz), in dem sich Spanien zum Rückzug seiner Truppen verpflichtete. Obwohl die spanische Regierung dies nicht anerkannte, war Mexiko nun unabhängig und hatte mit der prunkvollen Krönung Iturbides einen gleichermaßen extravaganten wie unfähigen Kaiser installiert.